15. Leipziger Hörspielsommer
im Richard-Wagner-Hain Leipzig

7. bis 16. Juli 2017

Vom 07.07.2017, ab 16 Uhr bis zum 16.07.2017, bis 22 Uhr

15. Leipziger Hörspielsommer

Vom 7. bis 16. Juli feiern wir unser Jubiläum auf dem Richard-Wagner-Hain in Leipzig – und ihr seid hoffentlich alle mit dabei!
Welches großartige Programm euch erwartet, erfahrt ihr HIER *klick*!
P.S.: Vergesst eure Picknickdecken nicht!

Am 31.07.2017 um 20 Uhr

Performativer Audiowalk in der Leipziger „Nibelungensiedlung“

Aufgepasst und hergehört, ein tolles Erlebnis erwartet euch am 31. Juli ab 20 Uhr: friendly fire & die Geräuschkulisse präsentieren NIBELUNGEN: RING – einen performativen Audiowalk in der Leipziger „Nibelungensiedlung“!

Ob im Werk Friedrich Hebbels, den Opern Richard Wagners, den Stummfilmen Fritz Langs, der Musik der Ex-Velvet Underground Sängerin Nico oder in den Stücken Heiner Müllers – die Nibelungen sind ein deutscher Nationalmythos.
Zugleich handelt es sich um einen konkreten Ort in Leipzig: 1929/1930 wurde hier im Stadtteil Lößnig unter der Leitung des Architekten und Stadtbaurats Hubert Ritter eine aus 24 Häusern bestehende Siedlung gebaut. In Form dreier konzentrischer Ringe angelegt, bilden die 624 Wohnungen der Siedlung ein „Fadenkreuz der Moderne“ (Christian Geinitz) im Stil der „Neuen Sachlichkeit“ rund um den zentralen „Siegfried“- Platz und den „Nibelungenring“. Die heute auch als „Nibelungensiedlung“ oder „Rundling“ bezeichnete Anlage ist modernistische Wohnutopie wie auch eine panoptische Schauanordnung unter dem Vorzeichen eines deutschen Nationalmythos.

Nibelungen: Ring greift in Form eines Audiowalks die Splitter und Bruchstücke deutscher Geschichte im Medium des Hörens auf und lädt die TeilnehmerInnen zu einer Wanderung durch ihre akustischen Echos ein. Denn schon von Wagner stammt der Wunsch nach einem Theater der Vorstellung: „[…] nachdem ich das unsichtbare Orchester geschaffen, möchte ich auch das unsichtbare Theater erfinden!“
In der begehbaren Performance zwischen Audioinstallation und Audiowalk begeben sich die BesucherInnen auf eine Expedition durch die unsichtbaren Imaginationsräume eines modernen Mythos und die Entwürfe eines anderen, modernen Lebens. Während die Architektur selbst als Projektionsfläche erscheint, wird der Nibelungen-Mythos als Medium der Ängste und Wünsche, der Phantasmen und des Begehrens der Moderne erfahrbar.

Der Startpunkt liegt Höhe Dankwartstraße/Zwickauer Straße, zwischen den Haltestellen Moritzhof und Endhaltestelle Lößnig. Treffpunkt wird noch bekannt gegeben. Im Anschluss an den Walk wird es ein offenes Gespräch mit Melanie Albrecht und Michael Wehren von friendly fire geben.

WICHTIG! UM VORANMELDUNG MIT E-MAIL-ADRESSE WIRD GEBETEN. SCHREIBT AN: kontakt@geraeuschkulisse.org
ALLE WEITEREN INFOS ERHALTET IHR DANN RECHTZEITIG ÜBER DIE VON EUCH ANGEGEBENE E-MAIL-ADRESSE!

http://friendlyfire-friendlyfire.blogspot.de/2012/05/nibelungen-ring.html

 

Am 28.08.2017 um 21 Uhr

Geräuschkulisse: NICHT OHNE MEINEN GEHEIMTIPP

Am Montag, den 28.08.2017 um 21 Uhr gibt es wieder was auf die Lauscher:

 

NICHT OHNE MEINEN GEHEIMTIPP. Eine Pauschalabrechnung mit dem Individualtourismus
von & mit Walter Filz

 

Wo immer der ehrgeizige Urlauber heutzutage hinfährt: Hauptsache, es ist kein Ort, wo schon andere sind. Unentdeckt und unverfälscht müssen Land und Leute sein, und vor allem: ohne Massentourismus. Was aber ist so schlimm an busweise verpackten Touristenladungen? Und wieso soll es besser sein, wenn Individualurlauber auch die letzte Dorfschenke erobern und das vorletzte Bauernhaus gleich noch dazukaufen? Der Autor behauptet, die Seelenidylle des sanften Individualtouristen ist verkitschter als jede Postkarte.


Am 02.09.2017

Tag der offenen Tür in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde

Am 02. September 2017 veranstaltet die Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB, Gustav-Adolf-Straße in Leipzig) einen TAG DER OFFENEN TÜR, bei dem alle Interessierten die Einrichtung erkunden können.
Die Besucher erwarten spannende Führungen durchs Haus, Hilfsmittelausstellungen und tolle Veranstaltungen – und der Hörspielsommer e.V. ist auch dabei!
Einen Link zum Programm gibt es in Kürze.

Am 25.09.2017 um 21 Uhr

Geräuschkulisse im TiPi

Wie jeden letzten Montag im Monat gibt es auch im September wieder die Geräuschkulisse im TiPi (Westwerk, Karl-Heine-Str. 89 in Leipzig). Am 25. September um 21 Uhr hört ihr:


KEIN BRIEF GESTERN, KEINER HEUTE
Hörspiel-Collage aus Texten von Franz Kafka von & mit Matthias Baxmann


Über 500 Briefe schrieb Kafka an Felice Bauer. Dem stehen nur gut ein Dutzend persönlicher Begegnungen gegenüber, die fast ausnahmslos scheiterten. Nach der ersten Begegnung mit der Berlinerin schrieb Kafka die Erzählung „Das Urteil“. Felice wird für Kafka die Repräsentantin einer Welt, in der er verzweifelt versuchte Fuß zu fassen.
Der Autor Matthias Baxmann zerlegt diese Zeugnisse zu Fragmenten und verbindet sie zu einer vielschichtigen Collage. Aus Kafkas Briefen, Tagebucheintragungen und Prosawerken webt er ein feinfühliges Hörspiel, das sich rund um Fragen der Macht, Ohnmacht, Sehnsucht und dem Umgang mit ihnen dreht. Dabei hat er „Gespür bewiesen, Berührungspunkte zwischen den Quellen ausfindig zu machen und im Zuge einer künstlerischen Rekonstruktion zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen“ – so die Jury der Frankfurter Akademie der Darstellenden Künste, die dieses Stück zum „Hörspiel des Jahres 2003“ kürte.



Der Eintritt ist wie immer frei!

Am 30.10.2017 um 21 Uhr

Geräuschkulisse mit Michael Lissek

Im Juli ist Michael Lissek als Juror bei uns auf dem 15. Leipziger Hörspielsommer anzutreffen – und am 30. Oktober ist er bei der Geräuschkulisse zu Gast!
Um 21 Uhr präsentiert er im TiPi (Westwerk, Karl-Heine-Str. 89 in Leipzig):

VERTEIDIGUNG DES ZÖLIBATS.
Fragmente zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche
von & mit Michael Lissek

„Es ist ein bedeutender Vorzug, das Ende einer Religion betrachten zu können. (…) Dem Verschwinden eines Gottes und der damit zusammenhängenden tausendjährigen Ungeheuerlichkeiten
beizuwohnen, löst außerdem einen Jubel aus, den bloß wenige Generationen im Laufe der Zeiten erleben oder auch nur voraussehen dürfen…“ – E.M. Cioran

 
Spätestens seit dem Bekanntwerden von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche wird der Zölibat wieder einmal vehement diskutiert. Konsensuell zumeist.
Der Konsens sagt: das ehelose und enthaltsame Leben der Priester und Ordensleute trüge Mitschuld an den zahllosen Missbräuchen. Würde der Zölibat abgeschafft, käme es zu weniger Fällen sexueller Übergriffe.
Aber hat dieses Meinen eine Grundlage?
Mithilfe von Gesprächen mit Bischöfen, Leitern von Priesterseminaren, einem Priesterseminaristen, einem von der Kirche beschäftigten Forensiker und einem unabhängigen Psychologen entwirft Michael Lissek ein gänzlich anderes Bild – und stellt andere Fragen.
Was sind das für Männer, die sich dafür entscheiden, zölibatär zu leben? Wovon reden wir, wenn wir von den „schrecklichen Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche“ sprechen? Liegen eigentlich Zahlen vor? Und könnte der Zölibat nicht auch ganz anderes gedacht werden: als eine Kultur der Verlangsamung? Als religiöse Ekstasetechnik?
Betrachtet man sich die vorliegenden Zahlen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche gelangt man eventuell zu einer ganz anderen These als der konsensuellen: Der Zölibat ist eine erfolgreiche sakral-psychotherapeutische Intervention für diejenigen, die in sexueller Hinsicht kein lebbares gesellschaftliches Modell vorfinden. Und verhindert eventuell sogar Missbräuche…

Am 27.11.2017 um 21 Uhr

Experimentelles Radio

Die Geräuschkulisse präsentiert: Experimentelles Radio – mit Fabian Kühlein und einigen weitere Klangartisten vom Experimentellen Radio in Weimar.
Am 27. November 2017 um 21 sind sie im TiPi (Westwerk, Karl-Heine-Str. 89 in Leipzig) zu Gast & stellen ausgewählte Arbeiten vor – lange & kurze, Hörspiele & Radiofeature.

Das Experimentelle Radio hat sich zum Ziel gesetzt, neue und kreative Formen für das Radio zu entwickeln – besonders angesichts der immer weiter fortschreitenden Globalisierung und Digitalisierung der Medien.
So, wie in den Anfängen des Radios speziell zur Auslotung des Neuen Mediums und zur Ausbildung zukünftiger Rundfunkkünstler eigene Labore eingerichtet wurden – 1928 in Berlin die Rundfunkversuchsstelle und 1942/43 in Paris das Studio d’Essai – bedarf es heute im Zeitalter des digitalen Umbruchs der experimentierfreudigen Labore, die sich mit den neuen Möglichkeiten der technischen Entwicklung kreativ auseinander setzen.
Wesentlich ist bei der Entwicklung neuer Audio- und Radioformate tatsächlich das Experiment: Wie kann man die innovativen Inhalte einer jungen Generation in ebenso innovativen Formen darstellen? An welchen anderen Orten als vor dem Radiogerät oder vor dem Rechner kann man das Publikum mit akustischen Mitteln fesseln? Live-Hörspiele, Radio-Events, Klanginstallationen, interaktive Medienkunst, Arbeiten in 5.1 und neue Webplattformen für Audiokunst gehören zum Spektrum der künstlerischen Forschung.
Ganz zentral ist die Zusammenarbeit und Vernetzung mit nationalen und internationalen Partnern sowie die Schaffung neuer Distributionswege der Radio- und Klangkunst. Das Experimentelle Radio versteht sich als Kreativlabor, vielleicht sogar als Rundfunkversuchsstelle für das Radio der Zukunft.

https://www.uni-weimar.de/de/kunst-und-gestaltung/professuren/experimentelles-radio/