15. Leipziger Hörspielsommer
im Richard-Wagner-Hain Leipzig

7. bis 16. Juli 2017

Vom 25.08.2017, ab 19 Uhr bis zum 27.08.2017, bis 21 Uhr

Hörspielsommer in Wittenberg

Vom 25. bis 27. August veranstaltet der Leipziger Hörspielsommer ein kleines Hörspielfestival in Kooperation mit den Luthergedenkstätten in Wittenberg. Jeweils ab 19 Uhr könnt ihr auf dem Hof des Lutherhauses (Collegienstraße 54) in gewohnter Hörspielsommer-Manier preisgekrönte Hörstücke lauschen. Höhepunkte dieses Festivals sind der Live-Act mit CANDLELIGHT DYNAMITE am Samstagabend sowie die Hörspielwerkstatt für Kinder zum Mitmachen am Sonntag jeweils 10 und 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Das vollständige Programm gibts hier.

Am 27.08.2017 um 18 Uhr

Woyzeck, letzte Szene, ein öffentlicher Platz – Eine Rekonstruktion der letzten öffentlichen Hinrichtung in Leipzig

Am Sonntag, den 27.08.2017 um 18 Uhr, nimmt der Büchner Zyklus auf dem Leipziger Marktplatz seinen Anfang: mit der Rekonstruktion „Woyzeck, letzte Szene, ein öffentlicher Platz“. Ein Projekt der Schaubühne Lindenfels.

Am 27. August 1824 wurde Johann Christian Woyzeck auf dem Leipziger Marktplatz hingerichtet – in einer „aufgeklärten“ Stadt, veranstaltet als erzieherisches Spektakel vor großem Publikum. Der Fall diente Georg Büchner als Vorlage für sein Drama „Woyzeck“.
193 Jahre später wird an gleicher Stelle ein temporäres Monument errichtet: ein Kubus, in Dimension und Gestalt dem Schafott, auf dem Woyzeck enthauptet wurde, entsprechend. Im Inneren wird eine Ausstellung zu sehen sein, die das historische Geschehen Büchners Drama gegenüberstellt und den Fall Woyzeck in völkerrechtlicher und juristischer Hinsicht auf die Todesstrafe untersucht.

Eröffnet wird der Kubus am 27. August mit einer Rekonstruktion dieser letzten öffentlichen Hinrichtung in Leipzig. Eine fiktionale „Live-Übertragung“ der Ereignisse von 1824 mischt sich mit szenischen Tonfragmenten aus Büchners „Woyzeck“. Die Installation des Monuments bzw. die Rekonstruktion auf dem Marktplatz bildet den Auftakt des „Büchner Zyklus“.
Ausstellung im Kubus: 29. August bis 10. Oktober. Mo – So, Feiertage 10 – 18 Uhr

Am 28.08.2017 um 21 Uhr

Geräuschkulisse: NICHT OHNE MEINEN GEHEIMTIPP

Am Montag, den 28.08.2017 um 21 Uhr gibt es wieder was auf die Lauscher:

 

NICHT OHNE MEINEN GEHEIMTIPP. Eine Pauschalabrechnung mit dem Individualtourismus
von & mit Walter Filz

 

Wo immer der ehrgeizige Urlauber heutzutage hinfährt: Hauptsache, es ist kein Ort, wo schon andere sind. Unentdeckt und unverfälscht müssen Land und Leute sein, und vor allem: ohne Massentourismus. Was aber ist so schlimm an busweise verpackten Touristenladungen? Und wieso soll es besser sein, wenn Individualurlauber auch die letzte Dorfschenke erobern und das vorletzte Bauernhaus gleich noch dazukaufen? Der Autor behauptet, die Seelenidylle des sanften Individualtouristen ist verkitschter als jede Postkarte.


Am 02.09.2017

Tag der offenen Tür in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde

Am 02. September 2017 veranstaltet die Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB, Gustav-Adolf-Straße in Leipzig) einen TAG DER OFFENEN TÜR, bei dem alle Interessierten die Einrichtung erkunden können.
Die Besucher erwarten spannende Führungen durchs Haus, Hilfsmittelausstellungen und tolle Veranstaltungen – und der Hörspielsommer e.V. ist auch dabei!

Programm

  • ab 10 Uhr: Präsentation Hörspielsommer – Tonspuren aus Hörspielboxen
  • 11 Uhr: Live-Talk mit Ypsilon – Spuren einer blinden YouTuberin im Internet
  • ab 11 Uhr: Djangophon – Liveband, Django Reinhardt auf der Spur
  • 13 Uhr: Zoo Leipzig – Expertenvortrag, Tierischer Alltag im Zoo

Was es sonst noch gibt?

  • Führungen durch die Produktion – mit Druckerei, Buchbinderei, Studio und Relief
  • Präsentation von Unternehmen und Verbänden
  • das Schauspiel Leipzig erklärt Audiodeskription im Theater und präsentiert das Programm für die kommende Spielzeit
  • Präsentation des DZB-Reliefwandkalender 2018 „Tieren auf der Spur“
  • Kennenlernen und Schreiben der Blindenschrift
  • Infos zu neuen Braille- und Hörbüchern in der Bibliothek
  • Noten für blinde Musiker
  • Smartphone & Co für sehbeeinträchtigte User
  • blind Spiele spielen
  • gute Unterhaltung im Garten mit Kaffee, Kuchen, Kaltgetränken und Grillgut
Am 25.09.2017 um 21 Uhr

Geräuschkulisse im TiPi

Wie jeden letzten Montag im Monat gibt es auch im September wieder die Geräuschkulisse im TiPi (Westwerk, Karl-Heine-Str. 89 in Leipzig). Am 25. September um 21 Uhr hört ihr:


KEIN BRIEF GESTERN, KEINER HEUTE
Hörspiel-Collage aus Texten von Franz Kafka von & mit Matthias Baxmann


Über 500 Briefe schrieb Kafka an Felice Bauer. Dem stehen nur gut ein Dutzend persönlicher Begegnungen gegenüber, die fast ausnahmslos scheiterten. Nach der ersten Begegnung mit der Berlinerin schrieb Kafka die Erzählung „Das Urteil“. Felice wird für Kafka die Repräsentantin einer Welt, in der er verzweifelt versuchte Fuß zu fassen.
Der Autor Matthias Baxmann zerlegt diese Zeugnisse zu Fragmenten und verbindet sie zu einer vielschichtigen Collage. Aus Kafkas Briefen, Tagebucheintragungen und Prosawerken webt er ein feinfühliges Hörspiel, das sich rund um Fragen der Macht, Ohnmacht, Sehnsucht und dem Umgang mit ihnen dreht. Dabei hat er „Gespür bewiesen, Berührungspunkte zwischen den Quellen ausfindig zu machen und im Zuge einer künstlerischen Rekonstruktion zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen“ – so die Jury der Frankfurter Akademie der Darstellenden Künste, die dieses Stück zum „Hörspiel des Jahres 2003“ kürte.



Der Eintritt ist wie immer frei!

Am 30.10.2017 um 21 Uhr

Geräuschkulisse mit Michael Lissek

Im Juli ist Michael Lissek als Juror bei uns auf dem 15. Leipziger Hörspielsommer anzutreffen – und am 30. Oktober ist er bei der Geräuschkulisse zu Gast!
Um 21 Uhr präsentiert er im TiPi (Westwerk, Karl-Heine-Str. 89 in Leipzig):

VERTEIDIGUNG DES ZÖLIBATS.
Fragmente zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche
von & mit Michael Lissek

„Es ist ein bedeutender Vorzug, das Ende einer Religion betrachten zu können. (…) Dem Verschwinden eines Gottes und der damit zusammenhängenden tausendjährigen Ungeheuerlichkeiten
beizuwohnen, löst außerdem einen Jubel aus, den bloß wenige Generationen im Laufe der Zeiten erleben oder auch nur voraussehen dürfen…“ – E.M. Cioran

 
Spätestens seit dem Bekanntwerden von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche wird der Zölibat wieder einmal vehement diskutiert. Konsensuell zumeist.
Der Konsens sagt: das ehelose und enthaltsame Leben der Priester und Ordensleute trüge Mitschuld an den zahllosen Missbräuchen. Würde der Zölibat abgeschafft, käme es zu weniger Fällen sexueller Übergriffe.
Aber hat dieses Meinen eine Grundlage?
Mithilfe von Gesprächen mit Bischöfen, Leitern von Priesterseminaren, einem Priesterseminaristen, einem von der Kirche beschäftigten Forensiker und einem unabhängigen Psychologen entwirft Michael Lissek ein gänzlich anderes Bild – und stellt andere Fragen.
Was sind das für Männer, die sich dafür entscheiden, zölibatär zu leben? Wovon reden wir, wenn wir von den „schrecklichen Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche“ sprechen? Liegen eigentlich Zahlen vor? Und könnte der Zölibat nicht auch ganz anderes gedacht werden: als eine Kultur der Verlangsamung? Als religiöse Ekstasetechnik?
Betrachtet man sich die vorliegenden Zahlen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche gelangt man eventuell zu einer ganz anderen These als der konsensuellen: Der Zölibat ist eine erfolgreiche sakral-psychotherapeutische Intervention für diejenigen, die in sexueller Hinsicht kein lebbares gesellschaftliches Modell vorfinden. Und verhindert eventuell sogar Missbräuche…

Am 27.11.2017 um 21 Uhr

Experimentelles Radio

Die Geräuschkulisse präsentiert: Experimentelles Radio – mit Fabian Kühlein und einigen weitere Klangartisten vom Experimentellen Radio in Weimar.
Am 27. November 2017 um 21 sind sie im TiPi (Westwerk, Karl-Heine-Str. 89 in Leipzig) zu Gast & stellen ausgewählte Arbeiten vor – lange & kurze, Hörspiele & Radiofeature.

Das Experimentelle Radio hat sich zum Ziel gesetzt, neue und kreative Formen für das Radio zu entwickeln – besonders angesichts der immer weiter fortschreitenden Globalisierung und Digitalisierung der Medien.
So, wie in den Anfängen des Radios speziell zur Auslotung des Neuen Mediums und zur Ausbildung zukünftiger Rundfunkkünstler eigene Labore eingerichtet wurden – 1928 in Berlin die Rundfunkversuchsstelle und 1942/43 in Paris das Studio d’Essai – bedarf es heute im Zeitalter des digitalen Umbruchs der experimentierfreudigen Labore, die sich mit den neuen Möglichkeiten der technischen Entwicklung kreativ auseinander setzen.
Wesentlich ist bei der Entwicklung neuer Audio- und Radioformate tatsächlich das Experiment: Wie kann man die innovativen Inhalte einer jungen Generation in ebenso innovativen Formen darstellen? An welchen anderen Orten als vor dem Radiogerät oder vor dem Rechner kann man das Publikum mit akustischen Mitteln fesseln? Live-Hörspiele, Radio-Events, Klanginstallationen, interaktive Medienkunst, Arbeiten in 5.1 und neue Webplattformen für Audiokunst gehören zum Spektrum der künstlerischen Forschung.
Ganz zentral ist die Zusammenarbeit und Vernetzung mit nationalen und internationalen Partnern sowie die Schaffung neuer Distributionswege der Radio- und Klangkunst. Das Experimentelle Radio versteht sich als Kreativlabor, vielleicht sogar als Rundfunkversuchsstelle für das Radio der Zukunft.

https://www.uni-weimar.de/de/kunst-und-gestaltung/professuren/experimentelles-radio/