15. Leipziger Hörspielsommer
im Richard-Wagner-Hain Leipzig

7. bis 16. Juli 2017

Am 30.10.2017 um 21 Uhr

Geräuschkulisse mit Michael Lissek

Im Juli ist Michael Lissek als Juror bei uns auf dem 15. Leipziger Hörspielsommer anzutreffen – und am 30. Oktober ist er bei der Geräuschkulisse zu Gast!
Um 21 Uhr präsentiert er im TiPi (Westwerk, Karl-Heine-Str. 89 in Leipzig):

VERTEIDIGUNG DES ZÖLIBATS.
Fragmente zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche
von & mit Michael Lissek

„Es ist ein bedeutender Vorzug, das Ende einer Religion betrachten zu können. (…) Dem Verschwinden eines Gottes und der damit zusammenhängenden tausendjährigen Ungeheuerlichkeiten
beizuwohnen, löst außerdem einen Jubel aus, den bloß wenige Generationen im Laufe der Zeiten erleben oder auch nur voraussehen dürfen…“ – E.M. Cioran

 
Spätestens seit dem Bekanntwerden von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche wird der Zölibat wieder einmal vehement diskutiert. Konsensuell zumeist.
Der Konsens sagt: das ehelose und enthaltsame Leben der Priester und Ordensleute trüge Mitschuld an den zahllosen Missbräuchen. Würde der Zölibat abgeschafft, käme es zu weniger Fällen sexueller Übergriffe.
Aber hat dieses Meinen eine Grundlage?
Mithilfe von Gesprächen mit Bischöfen, Leitern von Priesterseminaren, einem Priesterseminaristen, einem von der Kirche beschäftigten Forensiker und einem unabhängigen Psychologen entwirft Michael Lissek ein gänzlich anderes Bild – und stellt andere Fragen.
Was sind das für Männer, die sich dafür entscheiden, zölibatär zu leben? Wovon reden wir, wenn wir von den „schrecklichen Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche“ sprechen? Liegen eigentlich Zahlen vor? Und könnte der Zölibat nicht auch ganz anderes gedacht werden: als eine Kultur der Verlangsamung? Als religiöse Ekstasetechnik?
Betrachtet man sich die vorliegenden Zahlen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche gelangt man eventuell zu einer ganz anderen These als der konsensuellen: Der Zölibat ist eine erfolgreiche sakral-psychotherapeutische Intervention für diejenigen, die in sexueller Hinsicht kein lebbares gesellschaftliches Modell vorfinden. Und verhindert eventuell sogar Missbräuche…

Am 10.11.2017 um 17 Uhr

TEAM-VERSTÄRKUNG GESUCHT – lerne den Hörspielsommer e.V. kennen!

Mach mit uns den nächsten Sommer!

Unser Festival ist in den letzten Jahren sehr gewachsen. Wir suchen daher engagierte Menschen, die Lust & Zeit haben uns bei der Vorbereitung des Hörspielsommers 2018 zu unterstützen. Es geht nicht nur um Hörspiele, sondern auch um ehrenamtliche Vereinsarbeit in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen, Projektmanagement, Technik, IT und (Raum)Design.
Lust darauf? Dann lerne uns unverbindlich kennen! Schreib uns einfach eine E-Mail an info@hoerspielsommer.de oder komm zu unserer nächsten Infoveranstaltung:

Am Freitag, den 10. November 2017, laden wir alle Interessierten herzlich zu unserer Neumitgliederveranstaltung in unser neues Hörspielsommer-Büro (im studio delta, Angerstr. 40-42, Haus B, 1. OG in 04177 Leipzig) ein. Ab 17 Uhr stellen wir den Verein und das Festival vor und beantworten deine Fragen. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf dich!

 

Am 15.11.2017 um 20 Uhr

Hörtheater im November

Am Mittwoch, den 15.11.2017 gibt’s wieder was auf die Ohren in der Schaubühne Lindenfels:

WAS SAGT MIR ELEONORE?
ein Feature von Rosa Hanna Ziegler

»Ich habe gerade meine Sprache wiedergefunden.« Yasmin ist nach Jahren in Heimen und Pflegefamilien, einer Odyssee von Ort zu Ort, in ihrer eigenen Wohnung in einer niedersächsischen Kleinstadt angekommen. Zur Ruhe gekommen ist sie nicht. Mit 22 Jahren beschließt Yasmin eine Annäherung an ihre früher drogenabhängige Mutter zu wagen. Ein Experiment mit offenem Ausgang. Yasmins Suche nach Antworten für ihre gestohlene, mutterlose Kindheit bringt sie zum Schreiben von einzigartigen Texten und Gedichten.

Das Feature ist Teil der Reihe 18 plus!

Im Anschluss gibt’s ein Publikumsgespräch mit Jenny Marrenbach und Rosa Hanna Ziegler. Der Eintritt ist frei.

Am 25.11.2017 um 19 Uhr

Ein Abend unter Nachtgeschwistern

Am 25. November 2017 stellt der Leipziger Komponist Steffen Schleiermacher das Hörspiel “Nachtgeschwister, provisorisch“ von Anja Schneider, Daniela Holtz und Ulrich Lampen vor, das, mit Martina Gedeck und Christian Redl in den Hauptrollen, 2014 von MDR Kultur und Deutschlandradio Kultur produziert wurde. Das Hörspiel beruht auf den Romanen “Nachtgeschwister” (2009) von Natascha Wodin und “Das Provisorium” (2000) von Wolfgang Hilbig – in beiden Büchern wird die Geschichte des Paars Wodin-Hilbig als eine ost-west-deutsche Liebesgeschichte erzählt
Der Leipziger Komponist Steffen Schleiermacher, der die Musik zum Hörspiel geschaffen hat, wird an diesem Abend unter anderem über seine Beziehung zum Hörspieltext und die Entstehung der Musik sprechen.
Los geht’s um 19 Uhr im Antiquariat Central W 33, Georg-Schwarz-Straße 12 in 04177 Leipzig.

Am 27.11.2017 um 21 Uhr

Experimentelles Radio

Die Geräuschkulisse präsentiert: Experimentelles Radio – mit Fabian Kühlein und einigen weitere Klangartisten vom Experimentellen Radio in Weimar.
Am 27. November 2017 um 21 sind sie im TiPi (Westwerk, Karl-Heine-Str. 89 in Leipzig) zu Gast & stellen ausgewählte Arbeiten vor – lange & kurze, Hörspiele & Radiofeature.

Das Experimentelle Radio hat sich zum Ziel gesetzt, neue und kreative Formen für das Radio zu entwickeln – besonders angesichts der immer weiter fortschreitenden Globalisierung und Digitalisierung der Medien.
So, wie in den Anfängen des Radios speziell zur Auslotung des Neuen Mediums und zur Ausbildung zukünftiger Rundfunkkünstler eigene Labore eingerichtet wurden – 1928 in Berlin die Rundfunkversuchsstelle und 1942/43 in Paris das Studio d’Essai – bedarf es heute im Zeitalter des digitalen Umbruchs der experimentierfreudigen Labore, die sich mit den neuen Möglichkeiten der technischen Entwicklung kreativ auseinander setzen.
Wesentlich ist bei der Entwicklung neuer Audio- und Radioformate tatsächlich das Experiment: Wie kann man die innovativen Inhalte einer jungen Generation in ebenso innovativen Formen darstellen? An welchen anderen Orten als vor dem Radiogerät oder vor dem Rechner kann man das Publikum mit akustischen Mitteln fesseln? Live-Hörspiele, Radio-Events, Klanginstallationen, interaktive Medienkunst, Arbeiten in 5.1 und neue Webplattformen für Audiokunst gehören zum Spektrum der künstlerischen Forschung.
Ganz zentral ist die Zusammenarbeit und Vernetzung mit nationalen und internationalen Partnern sowie die Schaffung neuer Distributionswege der Radio- und Klangkunst. Das Experimentelle Radio versteht sich als Kreativlabor, vielleicht sogar als Rundfunkversuchsstelle für das Radio der Zukunft.

https://www.uni-weimar.de/de/kunst-und-gestaltung/professuren/experimentelles-radio/

Am 13.12.2017 um 20 Uhr

„Das Tierreich“ feiert Premiere im Hörtheater

Die Schaubühne Lindenfels läd herzlich zum letzten Hörtheater des Jahres ein! Am Mittwoch, den 13.12.2017, feiert das Hörspiel

„DAS TIERREICH“ von NOLTE DECAR

seine Premiere im Grünen Salon.
Los geht’s um 20 Uhr und im Anschluss an das Stück gibt es ein Publikumsgespräch mit Michel Decar, Barbara Gerland und Jakob Nolte. Der Eintritt ist wie immer frei.

»Wir hassen unsere Eltern! Wir hassen unsere Eltern! Scheiß auf Selters! Korn Bier Weltall! … worüber sollten wir einen Song machen? Über das Gefühl, wenn man auf der Bundesstraße liegt und so völlig betrunken ist, dass man hofft, von einem Fernfahrer überrollt zu werden! Oder wenn man sich fragt, was eigentlich hinter den Sternen ist… «
Sommerferien in der deutschen Provinz: Flaschendrehen. Freibad. Eisdiele. Und plötzlich fällt ein Panzer vom Himmel.